Reversing aging with biohacking focuses on cellular regeneration, telomere support, epigenetic modulation, and antioxidant nutrition for sustained youthful energy.

Optimierung deines Lifestyles & Longevity – Start in ein lange gesundes und aktives Leben

Bei allem was du tust oder  nicht tust vergesse nie, dass auch die Unvollkommenheit ein Teil der Vollkommenheit ist, denn sonst wäre die Vollkommenheit nicht vollkommen.

Selbstoptimierung - mit durchgetretenem Gaspedal in den Burn out?

Eventuell kommt dir die folgende Geschichte ganz oder teilweise bekannt vor. Eventuell auch nicht. Dann springe zum nächsten Abschnitt.

Du hast bereits viel Zeit in deine Selbstoptimierung gesteckt. Stehst morgens mit den Hühnern auf, um deine Meditations-, Atem- und Yogaübungen zu machen. Oder auch um pünktlich im Gym zu sein. Danach folgt noch ein langer Spaziergang mit dem Hund durch den Wald, eventuell auch ein Sprint durch den Park, um gewappnet für den Tag zu sein.

Du trackst alles penibel genau. Deine Ernährung, deinen Kalorien- und Nährstoffverbrauch samt Zufuhr, Schlaf, Herzschlag, Blutdruck und so weiter.

Manchmal bist du müde, doch du möchtest all dies nicht mehr missen, denn irgendwie tut es dir gut. Vielleicht bekommst du auch Zuspruch und Anerkennung von deinem Umfeld, bezüglich deiner Fitness, deiner Performance, deines Aussehens, was deinem Ego schmeichelt.

Doch dann passiert irgend etwas ungeplantes, in deinem sonst so perfekt durchgeplanten Leben.

Vielleicht wird das, was zuerst nur schmeichelnder Zuspruch war, zu einem Erfolgs- und Erwartungsdruck. Vielleicht hast du einen Unfall und bist dazu gezwungen längere Zeit Bettruhe zu halten und Essen das es in der Klink gibt zu essen, was deinem Tracker gar nicht gefällt. Vielleicht zerbricht deine Partnerschaft. Vielleicht erkrankt ein dir nahe stehender Mensch/ Tier schwer oder verstirbt plötzlich. Möglicher Weise verlierst du auch deine Arbeitsstelle und stehst nun vor finanziellen Problemen. Möglicher Weise ist es die hormonelle Umstellung in den Wechseljahren oder nach einer Fehlgeburt, die deine bisherige Leistungsfähigkeit und Performance aus der Bahn kickt.

Man nennt das Live Events. Lebensumstände die mit deinem minutiös durchgeplanten Lifestyle unvereinbar sind.

Falls dein vorheriger Lebensalltag teilweise stressig für dich war um alles „unter einen Hut“ zu bringen, so war dieser Stress doch zu einem großen Teil Eustress. Nun bist du im Distress gefangen.

Möglicher Weise fühlst du dich sogar mit verantwortlich für das was geschehen ist. Hätte ich doch nur…. Ja, ja hätte hätte Fahrradkette. Nun ist es wie es ist und es gilt das Beste daraus zu machen . auch wenn du aktuell noch so gar keine Idee hast wie.

Du fragst dich warum und wofür das ganze? Du findest keine Antwort.

Nun greifst du zu Kompensationsmechanismen, wie zum Beispiel Essen, bis hin zur Esssucht. Es können auch Alkohol oder Zigaretten sein wozu du greifst. Geld ausgeben und Handy-Sucht, nur um dich abzulenken, sind ebenfalls sehr beliebte Strategien. Es gibt viele individuelle Möglichkeiten.

Jedenfalls ist dir klar: Das ist nicht gut für dich. Ganz und gar nicht. Doch du findest aktuell nicht die Kraft, zu deiner alten Performance und Leistungsfähigkeit zurück zu finden.

Ich werde dir später Schritte aufzeigen, wie das mit etwas Geduld mit dir selbst gelingen kann.

Vorab sei eines gesagt: Schuldgefühle sind unangebracht und führe zu nichts, außer zu noch mehr Stress. Was immer du getan und versucht oder unterlassen hast, es waren Strategien, die dich in einer für dich sehr kritischen Zeit am Leben gehalten haben. Es waren Überlebensmechanismen, auch wenn sie dich nun gefühlt ins energetische Aus geführt haben sollten und dich aktuell eher am Leben hindern.

Alles ist Umkehrbar, vertraue darauf. Egal wie erschlagen und energetisch am Abgrund du dich gerade fühlst. du kannst aus dieser dir vom Leben selbst auferlegten Auszeit aufsteigen wie Phönix aus der Asche, mit dir und deiner dadurch gestärkten Lebenskraft verbundener denn je.

Epigenetik - der Schlüssel zur Langlebigkeit und zum gesunden älter werden ohne zu altern?

Lange Zeit war die Wissenschaft sich im Unklaren, was bestimmend über unser Leben, über Gesundheit und Krankheit ist: sind es die Gene oder ist es die Umwelt?

Heute wissen wir, weder noch. Es ist deine persönliche Reaktion auf deine Umwelt, also wie du mit dem umgehst, was dir das Leben vor die Füße wirft.

Doch langsam. Genetik und Epigenetik, was ist das überhaupt? Die Basics:

Beginnen wir mit der Genetik.

Gene sind die Träger deiner Erbsubstanz. Sie sitzen auf den Chromosomen. Der Mensch hat 46 Chromosomen, die Hälfte vom Vater, die andere Hälfte von der Mutter. Darauf sitzen 20.000 – 25.000 Gene. Jedes Gen codiert für ein Protein in deinem Organismus. Es gibt Funktions-Proteine (wie etwa Enzyme, Hormone, nervale Botenstoffe, Abwehrstoffe …). Und es gibt Strukturproteine. Diese bauen deinen Körper, also etwa Knochen, Muskulatur etc., auf.

Nun kann es vorkommen, dass bei der Befruchtung ein genetischer Defekt, eine Mutation, entsteht. 

Diese kann eine schwerwiegende genetisch determinierte Erkrankung zur Folge haben, die nicht heilbar ist.

Beispiele  hierfür sind  Mitochondriopathien, das Down Syndrom, Mukoviszidose, Chorea Huntigton oder die „Bluterkrankheit“, die alle mit einer gewissen familiären Häufung auftreten. Um diese Erkrankungen soll es im folgenden nicht gehen. 

Ebenfalls in diesen Bereich fallen. Polymorphismen.  Das sind voneinander abweichende Allele. Das sind individuelle Varianten in einem Gen, die mit einer Häufihkeit von mindestens 1% in einer Population auftreten. Sie sind für die Unterschiedlichkeit der Individuen verantwortlich.

Die Häufigste Form sind SNPs, Single Nucleotide Polymorphisms, Einzel-Nukleotid-Polymorphismen. Sie werden in genetischen Teszs gemessen. Krankheiten verursachen sie nicht, doch es ist kein Fehler sie zu kennen. So kannst du dich noch besser auf die Biologie deines Körpers einstellen und ihn optimal mit dem versorgen, was er individuell mehr oder weniger braucht, um optimal gesund zu funktionieren.

Damit kommen wit zur Epigenetik

Epigenetik meint die Genexpression. Welche deiner Gene werden wirklich gelesen. 

Du kannst dir das so vorstellen: Jede Zelle deines Körpers trägr deinen Gesamten genetischen Code in sich, so wie ein mega dickes Kochbuch. Doch jede Zelle braucht nur einen winzigen Abschnitt aus diesem Buch, da sie immer wieder die selben Rezepte kocht, sprich Proteine herstellt, um funktionieren zu können.

Eine Leberzelle braucht andere Protein-Rezepte als eine Nierenzelle, die wieder andere braucht als eine Augenzelle, eine Hautzelle oder eine Muskelzelle etc. . Jede Zelle weis genau was sie braucht und exakt das ließt sie ab. Jede kocht ausschließlich ihre Rezepte. Verständlich?

Was deine Genexpression enorm beeinflussen kann, ist dein Lifestyle, die Art wie du lebst. Wenn du viel Stress hast – oder ihn dir selber machst, wenn du viele Giftstoffe wie Nikotin,  Alkohol oder ein Übermaß an Zucker zu dir nimmst, wenn du schlecht schläfst, wenn du ein Mindset hast das dich mental total herunterzieht, wenn du den ganzen Tag vor dem Computer sitzt, statt dich in der freien Natur zu bewegen, könnte das dazu führen, dass verschiedene Gene abgeschaltet und nicht mehr werden.

Der Hauptteil der Erkrankungen unserer Zeit ist chronisch und nicht auf die Mutation in einem bestimmten Gen, also die Genetik, zurück zu führen. Viel mehr ist er polygenetisch und multifaktoriell bedingt. Vieles muss über einen längeren Zeitraum zusammen kommen, damit eine solche Erkrankung entsteht.

Das bedeutet es gibt multiple Kausalfaktoren die zur Entstehung beitragen können, jedoch nicht zwangsläufig müssen.

Zu diesem ernüchternden Ergebnis gelangte die Wissenschaft, nach Abschluss des Human Genome Projekts 2003. Man hatte sich dabei erhofft, mit der Entschlüsselung des menschlichen Genoms den Schlüssel zu Heilung aller Krankheiten in der Hand zu haben. Doch die Realität ist eine andere. Wir sind alle mit nahezu den gleiche Genen ausgestattet. Worin wir uns unterscheiden ist die Epigenetik. Diese führt auch dazu, dass sich eineiige Zwillinge, die nach der Geburt getrennt wurden, eine voneinander abweichende Entwicklung zeigen können,

Beispiele solche multifaktoriellen, polygenetischen Erkrankungen sind etwa Diabetes melitus Typ2/ Metabolisches Syndrom , oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen, einige der häufigsten Erkrankungen und Todesursachen unserer Zeit.

Bei Krebs gibt es bestimmte Gene, die die Erkrankungswahrscheinlichkeit bestimmter Krebsarten steigern können, jedoch ebenfalls nicht unabdingbar machen. Man nennt das genetische Prädisposition. In diesem Fall aufmerksam sein und Vorsorge treffen, ohne in Panik zu verfallen. Der größte Teil der Krebserkrankungen ist jedoch ebenfalls zurückzuführen auf die Epigenetik und damit deinen Lebensstil. Das sage ich nicht um dir Angst oder Schuldgefühle zu machen, sondern ganz im Gegenteil, um dir Mut zu machen, etwas in deinem Leben zu verändern.

Der wesentliche Faktor für ein möglichst lange gesundes, fittes und aktives Leben ist damit dein Lifestyle. Das ist gemeint mit dem Begriff Longevity: älter werden ohne zu altern oder den Alterungsprozess sogar umzukehren. 

Gesunde Ernährung, guter Schlaf, Bewegung an der frischen Luft,  Stressmanagement, Schlafhygiene, Darmgesundheit (der Darm mit seinem riesigen Mikrobiom, seinem Immunabwehrsystem und seiner Verbindung zum Gehirn ist die Wurzel von Gesundheit versus Krankheit), Minimierung der Aufnahme von Umwelttoxinen (wie Mikroplastik, Pestiziden …) -alles das spielt zusammen.

Und das wichtigste vielleicht ist die Freude am und die tiefe Dankbarkeit für das Leben. Dies hat sogar bei als unheilbar eingestuften Fällen schon zur Spontanheilungen geführt.

Darum ist es wenig gesundheitsdienlich, wenn du nur noch zwanghaft am messen und tracken bist. Du verpasst dabei das wichtigste: die aktive Teilnahme am Leben und das pflegen sozialer Kontakte, denn auch die sind ein wichtiger Faktor für Gesundheit. .

Immer wenn du bemerkst, dass etwas beginnt zwanghaft perfektionistisch zu werden, tritt gerne mal einen Schritt zurück und versuche es mit Achtsamkeit – oder wie Balu der Bär aus dem Dschungelbuch gesungen hat: Versuch´s mal mit Gemütlichkeit, mit Ruhe und Gemütlichkeit, dann lösen sich ganz bald alle deine Sorgen auf. Stress den du dir um den Erhalt deiner Gesundheit machst, ist ihr nicht gerade zuträglich. Er killt sie. Gleiches gilt für Schönheit und Performance – je mehr du ihnen nachjagst, desto mehr laufen sie vor dir davon.

Mikrohabits - Step by Step in deiner Zeit zu deiner Bestform

Gedanken formen deine Worte, deine Worte führen zu deinen Taten, deine Taten werden zu deinen Gewohnheiten, deine Gewohnheiten bilden deine Persönlichkeit aus.

Im folgenden soll es darum gehen, wie du in kleinen Schritten, Schritt für Schritt deine Gewohnheiten, hin zu besserer Gesundheit und Performance, ändern kannst. Ich werde dir im Folgenden ein paar Beispiele an die Hand geben, wie das gemeint ist. Du kannst dir davon das aussuchen, was für dich passt. Mach das zu kleinen Chalanges für dich, von denen du jeweils eine, je nach Schwierigkeitsgrad für dich, täglich oder gerne auch wöchentlich in dein Leben integrierst und fortan beibehältst.

Übernimm dich dabei nicht. Tue nur das, was du stressfrei mit Spaß und Freude schaffen kannst. Nur so kannst du langfristig dran bleiben und durchhalten.

Eine sehr hilfreiche Unterstützung dabei ist die Arbeit mit Bildern. Frage dich bei jeder Chalange, welche Werte du damit für dich verbinden und in dein Leben integrieren möchtest und suche dir ein Bild dazu. Etwa Fokus, Klarheit, Gelassenheit, Balance, Gesundheit, Freiheit …. Dieses Bild kannst du dann zum Beispiel als Hintergrundbild  auf deinem Desktop speichern. Es wird dich für die Dauer der jeweiligen Chalange täglich daran erinnern, was du dir vorgenommen hast und wohin die Reise gehen soll.

Nun kommen wir zu den Mikrohabits, die du in Mikrosteps als Chalanges in deinem Leben verankern könntest, wenn du möchtest.

Da wichtigste vorab: Lass weg oder reduziere Schrittweise was dir schadet.

Was meine ich damit? 

Falls du rauchen solltest, gib es auf. Entweder sofort oder in dem du täglich eine Zigarette weniger rauchst.

Falls dein Alkoholkonsum zu hoch sein sollte, lass Alkohol weg oder reduziere die Menge schrittweise täglich bis wöchentlich um 10 %, bis du bei Null bist. 

Reduziere das „weiße Gift“ aus deiner Küche. Damit meine ich vor allem Zucker und Weißmehl. Niemand braucht das. Gilt auch für daraus hergestellte Produkte. Falls du meinst unbedingt noch Brot zu brauchen, teste mal Sauerteigbrot mit langer Teigführung. Salz brauchst du, jedoch in Masen. 5 g am Tag reichen. Bei Milchprodukten kommt es auf die Verträglichkeit an. Fermentierte können hilfreich sein. Musst du testen. Wichtig: Nicht alles gewaltsam auf einmal umzusetzen versuchen, sondern kleinschrittig, Step by Step, so wie es sich gut für dich anfühlt. Wesentlicher als wie viel du machst ist, wie konstant du etwas machst. Nur durch Konstanz kann es zur Gewohnheit werden, die deinen Character formt.

Nun zu den eigentlichen Mikrohabits:

Beginne  den Tag mit einem Glas Wasser, um den Flüssigkeitsverlust in der Nacht auszugleichen. Danach gönne dir eine Trockenmassage, mit oder ohne Massagehandschuh. Dazu in schnellen, kräftigen Strichen an der Beinaußenseite hinunter und an der Innenseite hinauf fahren. 20 – 25x wiederholen. Danach kommen die Arme an die Reihe. Dieses Mal an der Innenseite herunter und an der Außenseite hoch fahren. Sonst wie gehabt, 20 -25 Runden wiederholen. Zum Abschluss nun noch die Ohren kräftig massieren, bis sie ganz rot sind. Nun sollte den Blutdruck oben und du fitt genug für den Rag sein

Bevor du Frühstückst, sofern du das brauchst, bewege dich 20 – 30 Minuten. Du kannst Yoga machen, Pilates Tai chi oder einen kleinen Spaziergang mit oder ohne Hund an der frischen Luft. Versuche das Frühstück so lange wie möglich hinaus zu zögern. Im Grunde reichen am Ende mit etwas Gewöhnung 2 Mahlzeiten pro Tag, je nach Körpertyp. Achte dabei auf eine ausreichen de Versorgung mit biologisch hochwertigen Proteinen und Fetten.

Nutze das Internet nur noch, um gezielt nach speziellen Informationen zu suchen, nicht mehr um Zeit tot zu schlagen. Nutze frei gewordene Zeit oder Wartezeiten lieber für Atem- und Achtsamkeitsübungen. Eine bekannte Methode ist die 4-7-8- Atmung. Dabei atmest du kräftig und schnell durch die Nase ein, während du gedanklich bis 4 zählst. Dann hältst du die Luft an und zählst dabei im Geiste von 1 bis 7. Zum Schluss atmest du langsam, am besten mit gespitzten Lippen aus, während du in Gedanken von 1 – 8 zählst. Auch die Ohrmassage, die du ja schon kennst,  eignet sich sehr gut um Wartezeiten im Tagesverlauf, etwa an der Ampel, zu überbrücken.

Erhöhe die Anzahl deiner Schritte. Mache Treppen zu deinem Freund und steigere die Anzahl deiner Gehstrecke ganz allmählich. Dazu kannst du in der Mittagspause kleine Spaziergänge an der frischen Luft einbauen oder beim Telefonieren auf und ab laufen. Je nach Finanzlage ist auch ein Stehschreibtisch mit Laufband möglich. Falls du Tiere liebst und keine hast, könnte sich auch ein Besuch im Tierheim lohnen. Dort freut man sich immer über Gassigänger für die Hunde. So ist allen geholfen . dir und den Tieren.

Verbringe so viel Zeit wie möglich an der frischen Luft. Je nach Witterung möglichst leicht bekleidet, also mit freier Haut an Armen und Beinen. Das erhöht auf natürliche Weise deinen Vitamin D -Spiegel. Der ist wichtig für die Stärke deiner Knochen und dein Immunsystem. Von Sonnencreme rate ich eher ab. Sie hindert die Sonnenstrahlen am eindringen. Deine Haut wird sich schon bald daran gewöhnen. Und sollte es nach einer ersten Sonnenlicht-Exposition im Frühjahr doch mal zum Sonnenbrand kommen, versuche es mit Aloe Veda Gel. Das kühlt.

Aufräum-Chalange: Halte deine Umgebung clean und sauber. Jedes Mal wenn du das Chaos um dich herum beseitigst, gibt dir das ein Gefühl der Selbstwirksamkeit. Du hast etwas geschafft und hinterher ist es deutlich besser als vorher. Das führt zur Freisetzung das Glückshormons Dopamin. Du sollst natürlich dadurch keine Putzsucht entwickeln. Doch das Geschirr täglich spülen, den Schreibtischtäglich aufräumen, das E-mail-Fach täglich kurz aufräumen, den Briefkasten täglich leeren können helfen. Das tägliche durchfegen der Wohnung verschafft dir Bewegung und verhindert, dass du am Staub erstickst – besonders falls du Tiere hast.  Falls du einen Keller hast, entrümpele ihn mal. Das schützt nicht nur vor Mäusen, sondern soll angeblich auch dein Unbewusstes klären. Wie immer gilt: Alles Step by Step, jeden Tag 20 – 30 Minuten oder so viel wie du schaffst.

Meditation: Versuche dich täglich mehrmals für 2 – 5 Minuten still hin zu setzen und deinen Geist zu beobachten. Falls du auf dem Boden sitzen kannst, im Schneidersitz mit Meditationsbänkchen oder Meditationskissen – super. Ansonsten geht auch ein Stuhl, auf dem du dich aufrecht hinsetzt. Das einzige was du tun sollst ist deinen Atem und deine Gedanken zu beobachten, ohne einzugreifen. Falls dein Geist zu unruhig ist, kannst du ein Mantra verwenden, etwa die Ursilbe OM oder AUM.  Du denkst einatmend daran und ausatmend nochmal. Wenn du magst, kannst du es auch aussprechen. Steigere die Dauer ganz langsam und behutsam. Wenn du am Ende auf 30 Minuten pro Tag kommst, ist das beachtenswert. Auch diese Übung eignet sich perfekt zur Überbrückung von Wartezeiten.

Zum Tagesausklang eignet sich perfekt ein Rückblick auf den Tag. Was ist dir gut gelungen? Was waren Momente die dir Freude gemacht haben. Lasse all das nochmal an deinem geistigen Auge vorbei ziehen und empfinde tiefe Dankbarkeit dafür. Lass auch die weniger schönen Momente nochmals im Geiste vorüberziehen. Erlebe sie um. Was wirst du beim nächsten Mal wenn du in eine solche Situation kommst anders machen. Wie wirst du reagieren, wie dich verhalten? Wenn es dir Spaß macht, kannst du natürlich alles das auch schriftlich in einem Tagebuch festhalten. Dann kannst du es später noch mal nachlesen. 

Falls du schlecht einschlafen- oder durchschlafen kannst oder unter Muskelverspannungen leidest, versuche es mal mit progressiver Muskelentspannung nach Jakobsen. Dabei spannst du zuerst die Muskeln der unteren Extremität, also Beine und Füße, getrennt in Steck- und in Beugestellung für 30 Sekunden maximal an und lässt dann los. Danach machst du entsprechendes mit den Armen. Dann folgt der Rumpf mit Wechsel von Buckel und Hohlkreuz. Zum Schluss das Gesicht mit Wechsel von Aufreißen und Zusammenkneifen von Mund und Augen. Wenn das geschafft ist, kannst du noch einen Body Scan nachschieben, wenn du magst. Dabei lässt du dich tief in deine Matratze sinken und beobachtest ganz bewusst alle Berührungspunkte deines Körpers mit der Unterlage, beginnend mit den Fersen und hoch wandern bies zum Hinterkopf.

Last but not least: Übe dich in der Kunst des Teekochens und -genießens. Die Japaner haben diese bis zur Perfektion entwickelt, so wie auch die Kunst des Bogenschießens und der Kaligraphie. Alles das kann nämlich ebenfalls als Meditation genutzt werden. Wichtig dabei ist nicht so sehr das Ergebnis, sondern viel mehr das bewusste Tun im Augenblick. Anders gesagt, der Weg ist das Ziel.  Wenn der Tee fertig ist, genieße ihn ganz bewusst mit alle Sinnen. Rieche daran, schau dir seine Farbe und den eventuell daraus aufsteigenden Dampf an, schmecke ihn, spüre die Wärme deiner Tasse. Wähle eine Tasse die dir besonders gut gefällt und achte darauf dass sie sauber ist. Ansonsten reinige sie achtsam, bevor du den Tee hinein füllst.

Selbstoptimierung - Fluch und Segen zugleich?

Es kommt darauf an, wie du sie nutzt.

Wie aus dem Vorab gesagten deutlich geworden sein dürfte: Du bist nicht Opfer deiner Gene! Auch wenn dir die Krankheitsgeschichte deiner Familie oder für viel Geld einmalig durchgeführte epigenetische Tests dir etwas anderes suggerieren möchten. Deine Art zu leben schlägt deine Gene.

Ein gesunder Lifestyl  in Bezug zu Ernährung, Bewegung, Schlaf, Stressmanagement, Mindset und Psychohygiene ist durchaus geeignet deine Alterungsprozess über die Epigenetik, die Genexpression, zu verlangsamen.

Doch übertreibe es nicht damit. Das würde eher nachhinten los gehen und mehr schaden als nutzen. Übertreibungen sind immer verbunden mit Stress und Stress frisst Gene, genauer Telomere.

Mikrohabits sind geeignet, Schritt für Schritt stressfrei mit neuen Gewohnheiten in ein gesünderes und fitteres leben durchzustarten. Durchzustarten in eine möglichst lange vitales und aktive Zukunft, ohne dich dabei selbst zu überfordern oder dich aufzugeben.

Wenn du direkt mit einem High Performance Training startest, indem du nur noch alles bis ins Detail misst und trackst, kann das wie gesagt nach hinten los gehen, da es unnötig Stress erzeugt. Besonders wenn noch weitere Life-Events in deinem Leben hinzu kommen.

Dazu kommt sie Frage nach der Motivation. Wozu machst du es eigentlich? Für Aussehen, Bewunderung und Anerkennung durch andere? Dann wird es vermutlich früher oder später scheitern. Oden tust du es für dich selbst, etwa um ein gesundheitliches Problem zu lösen, dich fitter gesünder und leistungsfähiger werden möchtest. Oder einfach weil es dich interessiert und dir Spaß macht.

Vergiss nie: Spaß und Freude am und Dankbarkeit für das Leben sind das wichtigste, um möglichst lange jugendlich, gesund und fit zu sein. Stress, Druck, Zwang und Schuldgefühle lassen dich vorzeitig altern und machen dich krank.

Und noch etwas gebe ich dir zu bedenken, stell dir mal vor es ist Krieg. Oder jemand setzt dich im Dschungel aus. Dann hast du keinen Tracker, keins Waage, keine Messgeräte mehr. Im Grunde wäre das die natürlichste Art zu überleben. Kämest du zurecht? Oder wärest du durch deine Abhängigkeit von der modernen zivilisierten Welt hoffnungslos verloren.

Traken ist für den Anfang ok, um ein Gespür für die grundlegenden Messdaten zu bekommen. Traken und epigenetische Tests sind auch in Ordnung vor und nach Umstellungen in deinem Lebensstils, inclusive der Einnahme von Supplementen, um objektiv beurteilen zu können, ob dadurch eine Veränderung eingetreten ist oder nicht. Längerfristig ist es jedoch vorzuziehen, ein so feines Gespür für den eigenen Körper zu entwickeln, dass du nicht mehr darauf angewiesen bist – ebenso wie auf die Meinungen und Ratschläge anderer. Gehe deinen ganz individuellen Weg. mit Mut und Gelassenheit.

Je früher im Leben du damit beginnst, desto besser für dich und deine Gesundheit, deine Fitness und dein Wohlbefinden. Doch es ist niemals zu spät. Starte besser jetzt als nie.